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Strenger Winter verschärft die humanitäre Lage in Afghanistan

Starke Schnee- und Regenfälle in Afghanistan verschlimmern das Leid der Bevölkerung in den betroffenen Gebieten weiter. Unterdessen kämpfen humanitäre Organisationen gegen die Zeit um Hilfsgüter zu liefern. Allein im Dezember erhielten landesweit 7 Millionen Menschen Nahrungsmittelhilfe. In verschiedenen Teilen Afghanistans wird auch Unterstützung bei der Überwinterung bereitgestellt, einschließlich Bargeld und Material wie Zelten und Planen.


Vierzig Jahre Krieg, wiederkehrende Naturkatastrophen, chronische Armut, Dürre und die COVID-19-Pandemie haben Afghanistan verwüstet. Die jüngste Eskalation des Konflikts und die daraus resultierenden Unruhen haben die Bedürfnisse nur verschärft und einen äußerst schwierigen operativen Kontext noch komplizierter gemacht.


Bereits vor den Ereignissen vom 15. August 2021 war die humanitäre Lage in Afghanistan eine der schlimmsten weltweit. Zur Jahresmitte benötigte bereits fast die Hälfte der Bevölkerung – rund 18,4 Millionen Menschen – humanitäre Hilfe. Jeder dritte Afghane war mit Krisen oder einem Mangel an Nahrungsmitteln konfrontiert, und etwa die Hälfte aller Kinder war von Unterernährung bedroht.


Afghanistan steht jetzt auch noch vor der zweiten Dürre innerhalb von vier Jahren. Im Gegensatz zur letzten Dürre, die auf die westliche Region beschränkt war, betrifft die aktuelle Dürre ein Drittel des Landes. Dies wird die Finanz- und Vermögensreserven vieler Menschen erschöpfen. Arme Haushalte haben sich bereits katastrophal verschuldet. Viele sind weiterhin auf gefährliche Alternativen angewiesen um zu überleben, darunter Kinderarbeit, Früh- und Zwangsheirat sowie riskante irreguläre Migration.


Der jüngste Führungswechsel im Land und die sich daraus ergebenden Auswirkungen auf die Grundversorgung, Finanzsysteme und Märkte haben zu einer weiteren Verschlechterung der Lage für schutzbedürftige Menschen geführt. Obwohl alle Bevölkerungsgruppen im ganzen Land betroffen sind, sind die Folgen für Frauen und Mädchen am unmittelbarsten zu spüren.



© WFP Afghanistan

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